Sophienhöh
   
  "Wohnstätte Sophienhöh"
  Konzeption
 

 

Einrichtung und Einrichtungsträger:

Die Wohnstätte Sophienhöh ist eine offene, vollstationäre Betreuungseinrichtung, die seit 1889 besteht und in der 4. Generation von Herrn Rainer Hartel betrieben wird.

 

Ziele:

Das Ziel der Betreuung ist, die individuellen Fähigkeiten der Bewohner zu erhalten

bzw. zu fördern und den Bewohnern damit ein Leben in einer sozialen Gemeinschaft

(§ 39 Abs.III BSHG) zu ermöglichen. Dabei ist es ein besonderes Anliegen, die

Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit zu erhalten und zu erweitern. Die

individuellen Neigungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten können durch die Art der

Betreuung, die Unterbringungsmöglichkeiten und die Lage der Einrichtung

berücksichtigt werden.

 

Zielgruppe:

Aufgenommen werden psychisch kranke, geistig behinderte und alkoholgeschädigte

Menschen, die der Heimpflege in Form der stützenden und aktivierenden Betreuung

bedürfen. Eine Aufnahme erfolgt unabhängig vom Alter und von zeitlicher

Begrenzung. Aufnahmen im Rahmen einer Kurzzeitpflege sind möglich.

 

Personelle Ausstattung:

Beschäftigt wird das zur Umsetzung der Konzeption und zur Leistung einer

qualifizierten Betreuung erforderliche Fachpersonal. Dabei werden die neuesten

gesetzlichen Bestimmungen erfüllt. Nachts ist ein Bereitschaftsdienst im Hause.

 

Lage der Einrichtung:

Die Einrichtung liegt ca. 1 km östlich der Stadt Schleswig in einer reizvollen

Landschaft nahe der Schlei. Eine Bushaltestelle zur Fahrt in die Stadt Schleswig

befindet sich unmittelbar vor dem Haus. Ein Dienstwagen steht für Ausflugs- und

Einkaufsfahrten und Fahrten zum Arzt zur Verfügung. Die Wohnstätte ist in ein

landwirtschaftliches Umfeld eingebettet.

 

Räumlichkeiten:

Es können insgesamt 43 Bewohner und Bewohnerinnen in der Wohnstätte

aufgenommen werden. Die Unterbringung erfolgt in freundlich und zweckmäßig

eingerichteten Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern. Die Zimmer sind so ausgestattet,

daß sie eine Rückzugsmöglichkeit für den einzelnen Bewohner bieten. Eigene Möbel

können mitgebracht werden.

Verschiedene Tages- und Aufenthaltsräume bieten genügend Raum zum geselligen

Beisammensein und für Veranstaltungen.

 

Leistungsangebote:

Die auf die Bedürfnislage des Einzelfalles abgestellte Pflege und Versorgung findet

in einer vom Heimleiter und den Mitarbeitern geprägten familiären Atmosphäre statt.

Die vorhandene Tagesstruktur der Einrichtung dient den Bewohnern als

Hilfestellung, Halt und Sicherheit zu entwickeln. Die Förderungsangebote der

Wohnstätte beinhalten in der Regel den Aspekt des lebenspraktischen Trainings, um

den Bewohnern eine größtmögliche selbständige Lebensführung zu ermöglichen (§

39 Abs.III S.1 BSHG).

 

Beschäftigung:

Durch die Beschäftigungsangebote in verschiedenen Bereichen wird den Bewohnern

auf freiwilliger Basis eine Aufgabe gegeben, die diese als sinngebend empfinden. Sie

dienen der Aktivierung und Erhaltung von Fähigkeiten und der Strukturierung des

Tagesablaufes. Durch die Einhaltung bestimmter Arbeitsabläufe werden dabei auch

Bewohner angesprochen, die sich nur in langfristigen Zeitabläufen an

zusammenhängende Tätigkeiten gewöhnen können.

In der Werktherapie, die in einem auf dem Gelände der Wohnstätte liegenden

Therapiegebäude, das 1998 fertiggestellt wurde, stattfindet, gibt es die Möglichkeit,

sich mit der Herstellung von handwerklichen Arbeiten zu beschäftigen.

In der täglichen Handarbeitstherapie stellen die Bewohner verschiedene Stick-,

Häkel- oder andere textile Arbeiten her.

Durch die Einbettung der Wohnstätte in ein ländlich geprägtes Umfeld ist eine

Beschäftigung in der Landwirtschaft möglich. Dort gilt es, die Pferdezucht und

andere Tiere zu versorgen sowie die übrigen Aufgabenfelder der Landwirtschaft zu

erledigen. Der Umgang mit den Tieren hat sich als therapeutisches Mittel über lange

Jahre bewährt. Die Beschäftigung außerhalb des Hauses auf dem Gelände der

Wohnstätte wird von den Bewohnern als eine Normalität des „Arbeitslebens“

wahrgenommen.

Die Mithilfe bei den hauswirtschaftlichen Verrichtungen in der Wohnstätte ist ein

weiterer Punkt des Beschäftigungskonzeptes. Dabei werden selbstverständlich die

Möglichkeiten des Einzelnen berücksichtigt. Neben der Reinigung des eigenen

Zimmers werden bei den anfallenden Arbeiten in der Küche und der Reinigung im

Gemeinschaftsbereich der Einrichtung möglichst viele Bewohner miteinbezogen.

Dabei ist eine kontinuierliche Beschäftigung mit zugeteilten Aufgaben wichtig.

Durch die Einbeziehung in den hauswirtschaftlichen Bereich wird die

Eigenverantwortlichkeit der Bewohner im Umgang mit der Ausstattung und den

Räumlichkeiten gefördert.

Die Pflege des Gartens ist eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit.

 

Freizeit:

Die vorhandenen Tages- und Aufenthaltsräume werden zur Durchführung von

regelmäßigen Musik- und Tanzveranstaltungen genutzt. Da in der Wohnstätte

Sophienhöh mehr Frauen als Männer leben, werden diese Veranstaltungen meist

gemeinsam mit einer Wohnstätte der Arbeitsgemeinschaft der Wohnstätten

begangen, die überwiegend von Männern bewohnt wird. Die entstandenen

Freundschaften werden als ein weiterer Teilbereich des normalen Lebens angesehen

und gefördert. Die Veranstaltungen stehen meist unter einem Thema wie z.B.

Erntefest, Weihnachtsfeier, Karneval, Sommerfest o.ä. und dienen damit, neben der

Absicht, Abwechslung und Vergnügen zu bereiten, der Strukturierung des

Jahresablaufes.

Die 14tägliche Gymnastikgruppe dient der körperlichen Aktivierung gerade der

Bewohner, die nicht oder nicht mehr in einem täglichen Beschäftigungsangebot

eingebunden werden können.

Theatergruppen und Chöre kommen immer wieder einmal ins Haus.

Regelmäßige Ausflugsfahrten geben Gelegenheit, die Bewältigung der

Anforderungen des Alltags zu trainieren.

Im Wechsel mit den anderen in der Arbeitsgemeinschaft der Wohnstätten

zusammengeschlossenen Einrichtungen werden in einem Ferienhaus im Ostseebad

Damp ganzjährig einwöchige Freizeitmaßnahmen für jeweils 5 Bewohner

angeboten. Durch den in dieser Woche bestehenden engen Kontakt zwischen

Pflegekraft und den Mitreisenden, den Mitreisenden untereinander und der

Möglichkeit, den Tagesablauf selbst zu bestimmen und das Programm zu

beeinflussen, ergibt sich oft eine Situation des intensiven sozialen Trainings.

 

Wohngruppen:

Bei einer relativen Selbständigkeit und Eigenverantwortung ist eine Unterbringung in

einer der beiden Wohngruppen möglich. Die Wohngruppen sind in einem auf dem

Gelände der Wohnstätte liegendem Wohnhaus in zwei getrennten Wohnungen

untergebracht. In jeder Wohngruppe können drei Bewohner zusammenleben. Die

hauswirtschaftlichen Tätigkeiten werden jeweils von allen Bewohnern der

Wohngruppen selbständig verrichtet.

 

Versorgung:

Es werden täglich 3 Mahlzeiten, zusätzlich nachmittags Kaffee, angeboten. Die

Zubereitung der Mahlzeiten wird z.T. durch Produkte aus dem eigenen Garten

ergänzt. Eine erfahrene Hauswirtschafterin kann auch Diät- und Schonkostwünsche

erfüllen.

Frisör und Fußpflege kommen ins Haus.

Eine Verwaltung des Barbetrages ist möglich.

Eine gründliche Reinigung der Räumlichkeiten und der sanitären Anlagen wird

durch Angestellte der Wohnstätte gewährleistet.

 

Ärztliche Betreuung:

Die ärztliche Versorgung wird von niedergelassenen Ärzten und Fachärzten unter

Berücksichtigung der freien Arztwahl übernommen. Ein Facharzt kommt regelmäßig

in die Einrichtung und kann dort in Anspruch genommen werden. Bei einer evt.

medikamentösen Behandlung werden die Arzneien nach ärztlicher Anweisung auch

mehrmals täglich ausgegeben.

 

Sozialpädagogischer Dienst:

Eine sozialpädagogische Betreuung wird von der Arbeitsgemeinschaft der

Wohnstätten angeboten. Eine Sozialarbeiterin kommt regelmäßig in die Wohnstätte

und kann dort u.a. für sozialadministrative Angelegenheiten oder Einzelgespräche in

Anspruch genommen werden. Der Sozialpädagogische Dienst steht neben dem

Heimleiter für Anfragen und weitere Informationen zur Verfügung.

 

Erhöhte Pflegebedürftigkeit:

Da die Wohnstätte Sophienhöh seit über 100 Jahren besteht und sich viele Bewohner

über lange Jahre bis ins hohe Alter dort aufhalten, ergibt sich für die Einrichtung die

humanitäre Verpflichtung, die Betreuung und Pflege der Bewohner auch dann zu

gewährleisten, wenn sich die Pflegebedürftigkeit altersbedingt erhöht. Deshalb haben

sich die Wohnstätten der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen mit dem Ziel,

eine entsprechende Einrichtung für diesen Personenkreis zu schaffen. Das

Pflegeheim Bergkoppel ist im September 1995 eröffnet worden. Es ist innerhalb

von 15 Minuten zu Fuß von der Wohnstätte Sophienhöh zu erreichen. Dadurch

können freundschaftliche Kontakte der Bewohner untereinander erhalten bleiben.

 

Kosten:

Die Kosten werden in Gestalt einer Vergütungsvereinbarung zwischen dem

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Schleswig-Holstein und

der Einrichtung nach § 93 Abs.II BSHG festgelegt. Personen, die die Kosten selbst

nicht aufbringen können und für die auch Dritte nicht eintreten, können Hilfe nach

dem Bundessozialhilfegesetz beanspruchen (meist §§ 39, 40 ff, auch § 68). Die

Arbeitsgemeinschaft der Wohnstätten kann bei der Beantragung behilflich

sein.

 

Verwaltung:

Alle Verwaltungsaufgaben und der Sozialpädagogische Dienst werden ausgeführt

durch die:


ein Bild

 

 
 
  11574 Besucher (32195 Hits)  
 
Diese Webseite wurde kostenlos mit Homepage-Baukasten.de erstellt. Willst du auch eine eigene Webseite?
Gratis anmelden