Sophienhöh
   
  "Wohnstätte Sophienhöh"
  Chronik
 


Vorgeschichte:

 

Ende des 19. Jahrhunderts wurden die „Geistesschwachen“ und „Geisteskranken“

des Landes Schleswig-Holstein, die bisher in den Städten und Dörfern zum Teil noch bei Familien, zum Teil schon in gemeindeeigenen Häusern untergebracht waren, unter ärztliche Betreuung in Schleswig  in dem jetzigen Landeskrankenhaus , damals „Landes-Irrenanstalt“ zusammengefasst.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten setzte sich die Erkenntnis durch, dass Geisteskranke nicht „vom Bösen besessen“ waren, sondern dass sie krank sind. Durch Betreuung und geeignete Pflege wollte man den Kranken eine Erleichterung ihres schweren Loses schaffen, ihnen durch Arbeitstherapie in der zugehörigen Landwirtschaft geistige und seelische Entspannung durch körperliche Betätigung vermitteln und sie so gleichzeitig versorgen.

Im Zuge dieser Zusammenlegung stellte sich allerdings heraus, dass diese vom Land geschaffene Anstalt mit ihrer Vielzahl von Häusern lange nicht ausreichte, um alle Kranken hier unterzubringen.

Da die hierfür bereitgestellten Mittel des Landes erschöpft waren, kam die Idee, geeignete Persönlichkeiten im Schleswig, die mit eigenen Mitteln die Unterbringung und Pflege der Kranken finanzierten und gewährleisteten, eine Konzession zum Betrieb einer derartigen Anstalt zu geben.

So entstanden sechs Privatpflegeanstalten um Schleswig herum, u.a. auch die

„Privatkrankenanstalt Sophienhöh“

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 1888:

 „Sophienhöh“ wird von Heinrich Marxen und seiner Ehefrau 

           Anna auf einer 6 ha grossen Koppel erbaut. Da der alte 

           Heinrich leider nicht genügend Geld zur Finanzierung 

     seines Baues hatte, lieh er sich bei seiner 

           Tante SOPHIE aus Süderbrarup das fehlende Geld. Aus

           Dankbarkeit dieser Tante gegenüber wurde das Gehöft 

  „SOPHIENHÖH“ benannt.

 

01.12.1888:

Erteilung der ersten Konzession zum Betreiben der Anstalt

 

31.12.1899:

das gesamte Haus brennt durch eine umgefallenen Petroleumlampe nieder und wird neu aufgebaut

 

Heinrich Marxen stirbt und seine Frau Anna heiratet nach weiterer kinderlosen Ehe ihren dritten Mann, den Bauern Johann Heinrich Gäthje (meinen Ur-Urgrossvater) mit neun Kindern.

 

1919:

Übername des Betriebes von Johann Heinrich Gäthje an 

          seinen Sohn (meinen Ur-Grossvater) Karl Heinrich Gäthje. 

      Die Geschwister unterstützen Karl bei der

          Betriebsübernahme. Auf dem Hof leben 35 Patientinnen.

 

1919:

Heirat zwischen Karl Heinrich Gäthje und Margarethe 

   Thomsen.

 

             ein Bild

          Aus dieser Ehe entstammen zwei Kinder: Herta und   

          Mariechen (meine Grossmutter)


             ein Bild

 

Neben der Bewirtschaftung des Betriebes werden Gebäude erweitert und renoviert und vor allen Dingen nahe gelegene landwirtschaftliche Nutzfächen hinzuerworben.

 

1922:

elektrische Beleuchtung

 

3. Reich:

Patienten sollen von den Nazis zur Vergasung abgeholt werden. Um sie zu retten, verstecken meine Grosseltern sie teilweise auf dem Dachboden.

 

1941:

Mariechen Gäthje heiratet Georg Bzdurek, 

          ein Bild

   der wie seinerzeit  vielfach geschah, seinen Familienname BZDUREK zum Ende der Verlobungszeit in HARTEL eindeutschen müssen. Aus dieser Ehe entstammen zwei Kinder: Rainer (mein Vater) und Marion


              ein Bild

 

50er Jahre:

um "Sophienhöh" herum entstehen 2 Wohnäuser u.a. für Arbeiter des Hofes, die Ur-Grosseltern und die Schwester meiner Grossmutter


           ein Bild

1956:

  Übergabe des Betriebes von Ur-Grossvater Karl Heinrich 

   Gäthje an seine Tochter Mariechen und Georg Hartel.

          Aus dem Hof leben 73 Patientinnen.

 

1957:

Beginn der Technisierung durch den Verkauf zweier

  Kaltblutpferde und der Anschaffung des ersten Schleppers 

          Ferguson Spezial.


             ein Bild

 

Anfang der 60er:   

an die Gemüseküche wird angebaut, um Platz

für Tiefgefrierschränke zu bekommen. Auf

„Sophienhöh“ wurde schon immer viel Obst 

 und Gemüse angebaut, nicht nur für den

 Eigenverbrauch, sondern schon damals

   wurde von Oma Mariechen Hartel

  Direktvermarktung ab Hof betrieben. Viele

   Stadt-Hausfrauen hatten jedes Jahr ein Obst- und Gemüseabonnement.

 

1964:

Änderung von Kachelöfen auf Zentralheizung

 

1969:

mit der Aufstockung und Erweiterung des West-Flügels ist

  die Ausbauphase der vergangenen Jahre durch neue Schlaf-,

   Aufenthalts- und Sozialräume abgeschlossen.


             ein Bild

          Für die damaligen Ansprüche befand sich „Sophienhöh“ auf

      dem allerneuesten Stand.

 

1972:

mein Vater Rainer Hartel heiratet meine Mutter Gitta, geb.

          Hannberg. Aus dieser Ehe entstammen drei Kinder:

      Stephanie, Lutz Philipp und ich

   Eltern und Grosseltern arbeiten von nunan gemeinsam auf

          dem Betrieb.

  

1979:

Übergabe des Betriebes von meinen Grosseltern an meine

 Eltern. Auch Ihnen bleiben zahlreiche notwendige

  Baumassnahmen nicht erspart. Neue Ansätze in der

  Behindertenpflege machen eine Verkleinerung der

 Schlafräume sowie die Bildung von selbstständigen

   Wohngemeinschaften innerhalb „Sophienhöh’s“ erforderlich.

 

1987:

Zusammenschluss der Einrichtungen „Johannistal“,

          „Sophienhöh“, „Klosterhof“, „Berendstamm“ und

     „Berendholz“ zu der „Arbeitsgemeinschaft der Wohnstätten“

          (siehe auch unter „Links“)

   Ziel war und ist es, die gemeinsamen Erfahrungen aus über

   hundert Jahren Betreuung zu nutzen und sie in gemeinsamer

   Arbeit stets an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und

   Bewohner neu zu orientieren. In den Einrichtungen werden

       seelisch, geistig und nach Suchtmittelmissbrauch

   beeinträchtigte Menschen betreut.

 

 

1988:

Abschluss der letzten Modernisierungsphase

          Ein weiterer Grund für die moderne Umgestaltung des 

       Betriebes und der damit zusammenhängenden Verringerung

        der Bewohnerzahl auf 49, ist die Loslösung der

       Privatkrankenanstalten von den Patientenzuweisungen des

      Landeskrankenhauses.

 

1995:

das psychosoziale Pflegeheim „Bergkoppel“ wird in

 Zusammenschluss der fünf Wohnstätten errichtet.

 

 

 weitere Informationen folgen.....

 

 

 


 


 

         

 

 
 
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